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Naval Forces
Technology, History & Information
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An Bord des Ticonderoga – Klasse Lenkwaffenkreuzers
USS Hué City (CG 66) Triest,
Italien – 14. September 2004
>> von Frank
EGGER << |
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Am 20.
August lief die USS Hué City (CG 66) gleichzeitig mit dem Lenkwaffenzerstörer
USS The Sullivans (DDG 68) und der Lenkwaffenfregatte USS Underwood (FFG 36)
aus ihrem Heimathafen Mayport, Florida aus. Sie
sollten sich der USS Saipan (LHA 2) Expeditionary Strike Group (ESG)
anschließen um als kampfkräftige Formation an regionalen Übungen mit
alliierten Kräften teilzunehmen aber auch – wenn erforderlich – als
eigenständige Teile außerhalb des Verbandes oder mit fremden Flottenteilen
operieren. Während
der Landungsverband der Saipan ESG [USS Saipan (LHA 2), USS Oak Hill (LSD 51)
und USS Trenton (LPD 14)] mit seinen Marine Corps Kräften im Atlantik
verblieb, um an einem großangelegten NATO-Manöver teilzunehmen, erreichten
die Kampfschiffe der Gruppe das Mittelmeer. Nachdem schon 2 Wochen zuvor in
Gibraltar halt gemacht wurde stand als nächstes die obere Adria am Programm
und so erreichte der Kreuzer am Vormittag des 10. September den Hafen von
Triest. Dies in
Erfahrung gebracht – und nach Erhalt einer Besuchsgenehmigung – konnte am 14.
September um exakt 10:00 Uhr das Pier erreicht werden wo unter erhöhten
Sicherheitsmaßnahmen die USS Hué City angelegt hatte. Nach
herzlichem Empfang konnte eine geführte Tour begonnen werden, welche gute 2
Stunden dauern sollte und alle wesentlichen Teile des Schiffes inkludierte. Wir begannen
am Bug. Von dort konnte man den Aufbau, die vordere Kanone und 1 der 2
61-zelligen VLS-Abschussanlagen sehen. Weiter ging es zum Flugdeck – mit
Blick auf die hintere VLS-Anlage und die Harpoon-Raketenabschussrohre, sowie
die 2 20mm Phalanx CIWS-Flugkörperabwehrkanonen. Im offenen Hangar standen
„gefaltet“ die 2 SH-60B Hubschrauber. Wir besichtigten die Brücke: unzählige
Bildschirme und volldigitale Kartenanlagen überall! Weiter ging es ins CIC
(Combat Information Center). Einige Konsolen waren besetzt und die Anlagen in
Betrieb (das Hafen- und Luftradar war an). Man erklärte uns, dass jeder
„User“ an jeder (baugleichen) Konsole im Schiff unter Eingabe seines
Passwortes seinen Job erledigen könne. Im Engineers-Kontrollraum erklärte uns
der diensthabende Ingenieur hektisch und im Dialekt die Technik – von hier
aus kann man alle technischen Abläufe im Schiff kontrollieren (Strom- und
Wassererzeugung, Rauch- und Feuerentwicklung, Antrieb und Steuerung,
Treibstoff (es wurde gerade „getankt“), Zustand der Waffen, ... etc. Nach
einem kurzen Abstecher zum „Dach“ des Schiffes und der Besichtigung des
kleinen „Traditionsraumes“ (dort hängt die originale US-Flagge, welche nach
Eroberung der „Zitadelle“ in
Hué-Stadt gehisst wurde) und einem kleinen Einkauf im winzigen Ship’s Store
wurden wir wieder herzlich verabschiedet und verließen voller neuer Eindrücke
den Kreuzer. Später erfuhren wir, dass der Mittelmeerbesuch für uns ein
„Glückstreffer“ war, da die USS Hué City das Mittelmeer wieder verließ, um an
der NATO Übung im Nordatlantik teilzunehmen. Schon 3 Wochen nach unserem
Besuch erreichte der Kreuzer den Hafen von Stavanger, Norwegen – um auch
diesen zu besuchen. |
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Im
Vergleich zu einem früher besichtigten Lenkwaffenzerstörer der „Arleigh Burke“
– Klasse ist der Lenkwaffenkreuzer mit seinen 173 Metern ca. 20 Meter länger
und auch ca. 1000 Tonnen „schwerer“. Im Gegensatz zu den neueren Zerstörern
kann die Hué City beide mitgeführten Hubschrauber sicher im Hangar verstauen
– die „Burke-Zerstörer“ haben hingegen keinen Hangar, sondern nur Betankungs-
und Bewaffnungsstation für den HS. Primäres
Waffensystem ist das AEGIS Combat System mit seinem „Herzstück“, dem SPY-1B
– Multifunktionsradar (4 Megawatt – Reichweite bis 400 km!), welches
angreifende Flugkörper und Flugzeuge automatisch erkennt und verfolgt, sowie
Luftabwehr-, Anti-Schiffs- und Anti-U-Bootlenkwaffen simultan ins Ziel führen
kann. Mit der
Möglichkeit in den 122 Abschussrohren (Standard in NATO-Fregatten: 16
bis 32 !) einen Mix aus Tomahawk See-Land-Marschflugkörpern, Standard SM-2
Luftabwehrraketen und ASROC (Anti U-Boot Raketen) mitzuführen, sowie den 2
dreifach-Torpedowerfern, den 8 Harpoon Anti-Schiffsraketen und den
Hubschraubern mit ihrer Bewaffnung in Verbindung mit dem leistungsfähigsten
Luftabwehrsystem (AEGIS), sind die Ticonderoga-Kreuzer derzeit die
„kampfkräftigsten“ Schiffe weltweit. |
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Zum Namen des
Schiffes è Die Schlacht um die Stadt Hué: |
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Im Zentrum von Vietnam liegend war Hué-Stadt die kulturelle
Hauptstadt – eine einzigartige Mischung aus französischem und vietnamesischen
Einfluß. Sie sollte, nachdem sie bis Januar 1968 aus Respekt aus den Kämpfen
herausgehalten wurde, Ort einer der erbittertsten Schlachten des Vietnam
Krieges werden. Während der TET-Feiertage, (einer wichtigen, einwöchigen,
religiösen Feierlichkeit) an der die Hälfte der südvietnamesischen Truppen
aufgrund dieser Feierlichkeiten nicht einsatzbereit war, startete der Viet Cong
und die nordvietnamesische Armee am 31. Januar 1968 massive Angriffe gegen
Südvietnam. Innerhalb von 48 Stunden wurden sämtliche größeren Städte, sowie
Militärstützpunkte, in Südvietnam angegriffen und teilweise eingenommen. Am selben Tag begann die Operation Hué City – die Rückeroberung
der Stadt Hué. Im Kampf Haus um Haus wurden alle wichtigen Gebäude der Stadt
von US Marines und südvietnamesische Truppen zurückerobert – bis am Ende die
„Zitadelle“ fiel. Bis zum 26. Februar 1968 – an diesem Tag wurde Huè City für
sicher erklärt – fielen 142 US Marines, 857 wurden verwundet. |
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Technische Details zur USS Hué City (CG 66) |
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20. von 27 gebauten „Ticonderoga-Klasse“
AEGIS-Lenkwaffenkreuzern |
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gebaut von: Ingalls Shipbuilding,
Pascagoula, Mississippi, USA |
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Besatzung: ca. 350 Männer
& Frauen |
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Kiellegung: |
20. Feber 1989 |
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Stapellauf: |
1. Juni 1990 |
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In Dienst gestellt: |
14. September 1991 |
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Tonnage: |
ca. 10500 Tonnen |
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Länge: |
173 Meter |
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Breite: |
16,80 Meter |
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Tiefgang: |
10,20 Meter |
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Geschw. /max. |
ca.32 Knoten / ca. 60 km/h |
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Antrieb: 4 General Electric
LM2500 Gasturbinen / gesamt 80000 Wellen-PS; 2 Antriebswellen, 2 einzeln steuerbare, umkehrbare 5-Blatt
Propeller // 2 Ruder. |
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BEWAFFNUNG: |
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primär / offensiv:
VLS-System (Vertical Launch System) / 2 x 61 Zellen = |
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122 Abschußvorrichtungen für wahlweise: TOMAHAWK Langstrecken Angriffslenkwaffen
(bis über 1500 km Reichweite) ASROC Anti-U-Boot Raketen
(raketengestarteter Mk 46 Torpedo) Standard SM-2 Luftabwehrraketen |
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sekundär / offensiv & defensive: |
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2 Mk 45 / 12,7 cm
vollautomatische Kanonen gegen Luft-, See- und Landziele bis 24 km |
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2 dreifach Torpedowerfer für 6 Mk
46 Torpedos |
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2 vierfach Startrohre für 8 HARPOON
Antischiffsraketen (Reichweite bis 275 km) |
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2 Mk 15 PHALANX – CIWS Close in Weapon
System: 6-läufige 20mm Luftabwehr-Schnellfeuerkanone / 4500
Schuss/min. als „letzte Hoffnung“ gegen anfliegende Flugkörper |
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1 Mk 36 Mod 2 SRBOC Stör- und
Täuschkörpersystem; |
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HSL-48 „Vipers“ / Detachment Helicopter
Anti-Submarine Squadron, Light – 48
/ Det. (HELANTISUBRON-LIGHT
FOUR EIGHT) |
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2
SH-60B „Seahawk” (US Navy Foto) |
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MISSION: >>
U-Boot - Kampfführung >>
Überwasseraufklärung & Datenübertragung an das Mutterschiff. >>
Versorgungsflüge. >>
„Search & Rescue“. >>
Verwundetentransport. >>
Kommunikationsrelais „über den Horizont“. >>
Ziel- / Trefferbeobachtung. |
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BEWAFFNUNG: MK46
& 50 Torpedos AGM-119B
„Penguin“ – Raketen AGM-114
„Hellfire“ – Raketen |
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Fotos der USS Hué City (CG 66) © 2004 >> Frank EGGER |
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LINK >> Druckfähige
Version dieses Berichtes als Word-Dokument |
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... unser DANK gilt: dem XO der
Hué City, CDR William K. Cooke; unseren Begleitern & Informanten, sowie CDR Cate Mueller –
PAO / 6th Fleet. >> Fair Winds & Following Seas ! << |
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© 2004
>> seaforces.org |
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